Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die rund um Polsterreiniger am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich.
Ein Polsterreiniger ist ein Gerät, kein Reinigungsmittel. Die meisten arbeiten mit Sprühextraktion: Sie bringen Wasser und Reinigungsmittel ins Gewebe und saugen beides samt dem gelösten Schmutz sofort wieder heraus. Weil umgangssprachlich auch Sprühflaschen so heißen, halten wir es hier eindeutig – Polsterreiniger ist die Maschine, die Chemie nennen wir Reinigungsmittel.
Im Gerät sitzen zwei Behälter: ein Frischwassertank für Wasser und Reinigungsmittel, ein Schmutzwassertank für das, was wieder herauskommt. Über einen Saugschlauch und eine Polsterdüse sprühen Sie die Flüssigkeit ins Gewebe und ziehen sie im selben Arbeitsschritt wieder ab. Laut den Datenblättern der Geräte in unserem Vergleich sind die beiden Tanks getrennt, damit Schmutzwasser nicht zurück ins Polster gelangt.
Ein Dampfreiniger bringt heißen Wasserdampf in das Gewebe und löst damit Schmutz – aufsaugen kann er ihn nicht. Feuchtigkeit und gelöster Schmutz bleiben im Polster und müssen abgetupft werden. Ein Polsterreiniger saugt beides ab. Für Flecken in Polstermöbeln ist deshalb die Sprühextraktion das passende Verfahren.
Für Staub, Krümel und lose Tierhaare ja. Ein Staubsauger nimmt jedoch nur trockenen Schmutz auf: Eingetrocknete Getränke, Urin oder Fett bleiben im Gewebe, weil sie ohne Wasser und Reinigungsmittel nicht gelöst werden. Genau diese Lücke schließt ein Polsterreiniger.
Ein Nass-Trocken-Sauger saugt Flüssigkeiten auf, die bereits auf der Oberfläche stehen – er sprüht aber nichts ein. Für einen Wasserschaden im Keller ist er das richtige Gerät, für einen eingetrockneten Fleck im Sofa nicht. Der Polsterreiniger kombiniert beides: sprühen und im selben Zug wieder absaugen.
Die Hersteller empfehlen ihr jeweils eigenes, auf das Gerät abgestimmtes Mittel – vor allem, damit im Tank keine Schaumberge entstehen. Den meisten Geräten in unserem Vergleich liegt laut Datenblatt eine Startmenge bei, etwa 100 ml bei den Kärcher-Modellen und 236 ml bei den Bissell-Geräten. Zwei Geräte fallen heraus: Dem Kärcher SE 3-18 Compact liegt laut Datenblatt ausdrücklich kein Reinigungsmittel bei, und der Lieferumfang des ALBATROS Hydro 7500 nennt ebenfalls keines – in seinen Rezensionen kommen handelsübliche, schwach schäumende Mittel zum Einsatz. Für einzelne andere Geräte im Vergleich macht das Datenblatt dazu keine Angabe.
Zum Nachspülen einer bereits behandelten Fläche ist klares Wasser sinnvoll, weil es Reinigungsmittelreste aus dem Gewebe holt. Als alleinige Behandlung bringt es wenig: Fett und eingetrocknete Flecken löst erst das Reinigungsmittel. Prüfen Sie vorher die Herstellerangabe zu Ihrem Gerät – manche Modelle setzen das mitgelieferte Mittel ausdrücklich voraus.
Keines der zwölf Geräte in unserem Vergleich erhitzt das Wasser selbst oder nennt im Datenblatt eine Warmwasserfunktion – der Tank wird von Hand mit Leitungswasser befüllt. Bei Eiweißflecken wie Blut oder Urin muss dieses Wasser kalt bleiben: Hitze lässt das Eiweiß gerinnen und fixiert den Fleck, statt ihn zu lösen. Für Verschmutzungen ohne Eiweißanteil machen die Datenblätter keine Temperaturangabe; eine belastbare Aussage, ob handwarmes Wasser dort einen Unterschied macht, geben die ausgewerteten Quellen nicht her.
Das hängt davon ab, wie viel Restfeuchte das Gerät im Gewebe zurücklässt. Eine Rezension zum HAUSHOF StainZapper nennt für Matratze oder Couch vier bis acht Stunden. Mehrere Rezensionen zum Kärcher SE 3 Compact berichten dagegen, dass behandelte Flächen nur leicht feucht bleiben und rasch trocknen. Lüften Sie den Raum und belasten Sie die Fläche vorher nicht.
Lose Haare saugen Sie besser vorher trocken ab, sonst verkleben sie im nassen Gewebe. Die Stärke der Sprühextraktion liegt bei Flecken und Gerüchen, die Tiere hinterlassen. Der Bissell SpotClean Pet Pro bringt dafür laut Datenblatt ein eigenes Fleckenwerkzeug für eingebettete Tierflecken mit.
Ja. Alle Geräte in unserem Vergleich sind für Polstermöbel und Teppiche vorgesehen, die Datenblätter nennen dafür meist auch Autositze. Die Grenze liegt bei großen zusammenhängenden Flächen: Nach den ausgewerteten Rezensionen stoßen kurze Saugschläuche und kleine Frischwassertanks dort schnell an ihr Ende. Für ein ganzes Wohnzimmer ist ein tragbares Fleckengerät das falsche Werkzeug – die Ausnahme ist der ALBATROS Hydro 7500 mit laut Hersteller 20-l-Behälter auf Rollen und 14 m Aktionsradius.
Vier Geräte in unserem Vergleich sind bei uns für die Matratze als Einsatzfläche eingetragen; im Filter „Geeignet für“ blenden Sie diese Auswahl ein. Arbeiten Sie sparsam mit Feuchtigkeit und planen Sie mehrere Stunden Trocknungszeit ein, bevor Sie die Matratze wieder beziehen. Wer unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, bespricht das Vorgehen besser ärztlich – ein Gerät ersetzt diesen Rat nicht.
Wir empfehlen eine Grundreinigung ein- bis zweimal im Jahr und zwischendurch die gezielte Behandlung einzelner Flecken. Frische Flecken gehen deutlich leichter heraus als eingetrocknete – das berichten mehrere der ausgewerteten Rezensionen. Häufiges Nassreinigen derselben Fläche bringt dagegen wenig und strapaziert den Bezug.
Nein. Leder und Kunstleder vertragen kein Nassverfahren – Wasser entzieht dem Material Fett, die Oberfläche wird stumpf oder fleckig. Für Leder gibt es eigene Pflegemittel. Das gilt ebenso für Wildleder und Alcantara.
Am Pflegeetikett des Bezugs. W steht für Nassreinigung mit Wasser, WS für Wasser oder Lösungsmittel, S für Lösungsmittel allein – und X bedeutet: nur absaugen, keine Feuchtigkeit. Ein Polsterreiniger kommt nur bei „W“ und „WS“ in Frage. Fehlt das Etikett, gilt die Vorsichtsregel: erst an verdeckter Stelle prüfen.
Bei farbechten Bezügen nicht. Sicher ist das aber erst, wenn Sie es geprüft haben: Behandeln Sie eine verdeckte Stelle – Rückseite, Unterkante, Bezug unter dem Sitzkissen – und lassen Sie sie trocknen. Färbt das Tuch ab oder bleibt ein heller Rand, hat ein Nassverfahren dort nichts zu suchen.
Diese Materialien reagieren empfindlich auf Wasser: Der Flor stellt sich auf, Fasern verziehen sich, Ränder bleiben sichtbar. Prüfen Sie zuerst das Pflegesymbol und arbeiten Sie im Zweifel gar nicht nass. Bei wertvollen Bezügen ist ein Fachbetrieb die günstigere Entscheidung als ein verzogenes Sofa.
Unser Vergleich reicht vom günstigen Einstiegsgerät bis zum Modell aus dem professionellen Umfeld. Den aktuellen Stand sehen Sie in der Vergleichstabelle; mit dem Preisregler grenzen Sie das Feld auf Ihr Budget ein. Mehr Geld kauft vor allem größere Tanks, längere Schläuche und mehr Düsen – nicht automatisch ein besseres Reinigungsergebnis.
Für eine einmalige Grundreinigung nach einem Umzug ist ein Leihgerät die günstigere Wahl. Wer wiederkehrend Flecken behandelt – Haustiere, kleine Kinder –, fährt mit einem eigenen Gerät besser, weil der Einsatz dann nicht erst organisiert werden muss. Eine Rezension zum SPRiNTUS SPOTTY vergleicht dessen Reinigungsleistung ausdrücklich mit der professioneller Leihgeräte.
Drei der zwölf Geräte in unserem Vergleich arbeiten mit Akku. Ohne Steckdose zu reinigen ist im Auto oder im Freien ein echter Vorteil. Der Preis dafür steht in den Daten: Beim Shark StainForce stößt die Laufzeit laut mehreren Rezensionen bei größeren Flächen an ihre Grenzen, der Kärcher SE 3-18 Compact wird laut Datenblatt ohne Akku und Ladegerät geliefert, und beim HAUSHOF StainZapper Air nennt der Hersteller den niedrigsten Unterdruck unter den Geräten mit Angabe. Wer zu Hause reinigt, fährt mit Netzbetrieb meist günstiger.
Konkrete Dezibel-Werte nennen nur wenige Hersteller, ein Vergleich über das ganze Feld ist deshalb nicht möglich. Laut Datenblatt gibt der Bissell SpotClean Mini rund 74 dB an, das entspricht etwa einem kräftigen Staubsauger. Beim Bissell SpotClean Pet Pro sind es laut Hersteller- und Nutzerangaben rund 80 bis 82 dB – nahezu alle ausgewerteten Rezensionen beschreiben das Gerät als sehr laut und empfehlen bei längerem Einsatz einen Gehörschutz. Mehrere Rezensionen beschreiben auch den HAUSHOF StainZapper als sehr laut. Beim ALBATROS Hydro 7500 nennt der Hersteller keinen Wert, und die Rezensionen gehen auseinander: Eine beschreibt ihn als laut, eine andere als leiser als vergleichbar große Staubsauger. Beim SPRiNTUS SPOTTY gehen die Einschätzungen auseinander: Mehrere Rezensionen empfinden ihn als hörbar bis laut, andere als im Rahmen üblicher Nasssauger. Wer in einer Stadtwohnung während der Ruhezeiten reinigen möchte, prüft die Rezensionen zum jeweiligen Modell vorher gezielt darauf.
Entscheidend ist nicht die Wattzahl, sondern wie viel Wasser wieder aus dem Polster herauskommt. Die Angaben sind uneinheitlich: Die Geräte in unserem Vergleich nennen zwischen 400 W und 800 W Leistungsaufnahme, beim Unterdruck stehen laut Datenblatt Werte wie 12 kPa, 13,5 kPa oder 17 kPa – viele Hersteller schweigen dazu ganz. Wir gewichten die Saugleistung deshalb mit 40 % der Bewertung und stützen uns zusätzlich auf die Angaben zur Restfeuchte in den ausgewerteten Rezensionen.
Eine Zahl für das ganze Feld gibt es nicht – die Hersteller machen dazu sehr unterschiedliche Angaben, und bei zwei Geräten fallen die Folgekosten sofort an: Dem Kärcher SE 3-18 Compact liegt laut Datenblatt ausdrücklich kein Reinigungsmittel bei, und der Lieferumfang des ALBATROS Hydro 7500 nennt ebenfalls keines. Bei den übrigen Geräten reichen die Startmengen von 100 ml (Kärcher SE 3 Compact, Kärcher SE 2 Spot Care) über 236 ml (Bissell SpotClean Pet Pro) bis zu laut einer Rezension rund 750 ml beim HAUSHOF StainZapper. Wie weit eine Flasche reicht, zeigt eine Rezension zum Vacmaster SCA0801: Für zwei stark verschmutzte Teppiche reichten dort rund 50 ml Konzentrat auf 2 l Reinigungslösung – ein Anhaltspunkt, keine Herstellerangabe. Verlässlich vergleichen lässt sich das nur über den Nachfüllpreis des jeweils passenden Mittels, den der Hersteller getrennt vom Gerät verkauft.